Kategorie: A-G

 

Ark

2017, Gareth Coker: fulminante, soundtechnisch brillante Loops mit Melodik und starkem Sound

Kurzkritik: Wer Gareth Coker’s Präsentation von Ark im Annotator Podcast nicht gehört hat, sollte das schnellstens nachholen, denn es lohnt sich: Der Score ist bombastisch in Szene gesetzt und vereint perkussive und moderne Patterns mit symphonischem Rückgrat. Tatsächlich wurde ein echtes Orchester eingespielt, wenngleich beim Hören vor allem Bläser und Streicher auffallen; die Holzbläser sind – wie so oft heutzutage – etwas kurz geraten, und die Orchestration fällt im Vergleich zu richtig symphonischen Soundtracks eher simplifiziert aus. Dafür gibt es immer wieder Einsprengsel von interessanten und exotischen Sounds, allerdings nicht genug, um zu verhindern, dass einen der Bombast-Sound beim Hören zeitweise ermüdet. Langsame, introspektive, emotionale Passagen fehlen leider völlig, was dem Score einiges an Potenzial abschlägt. Sehr gefreut hat mich, dass Coker – wie bei Ori and the Blind Forest – neben Rhythmus vor allem auf starke Melodik gesetzt hat, insbesondere was das eingängige Hauptthema aus dem ersten Track betrifft, welches sich subtil durch das Album zieht. Damit baut also auch dieser Gamescore auf einem sehr starken Motiv auf und verwöhnt die Ohren mit einer soundtechnisch glasklaren und brillant gemixten Produktion, die sicherlich aus dem Durchschnitt heraussticht.

Highlights: Main Theme – The Southern Islets – The Origin Of Combat – Shores and Stars – Not So Plain and Simple – Writhing Swamps – Tree Trouble – Creation – Danger Up Top – Enter at One’s Peril – Snow Thy Enemy – The Dragon – The Overseer – Ascension – End Credits

Wertung: * * * *

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Batman Arkham Origins

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2013, Christopher Drake: selbstbewusst, kraftvoll und ruhelos

Kurzkritik: Mit vollen Bässen und kristallklaren Höhen inszeniert Christopher Drake den Dunklen Ritter im weihnachtlichen Gotham. Er setzt in seinem Action-Horror-Score weniger auf Melodien, sondern auf harmonische Muster und sattes Orchester, treibende Drums und Chor. In Killer Croc zeigt der Score seine Zähne: schmetternde Hörner und wilde Streicherfiguren, die Bernhard Herrmann vor Neid erblassen lassen würden. Leider hört man den Unterschied zwischen linearen und zyklischen Tracks sehr stark, und die perkussiven Elemente werden mit der Zeit trotz unregelmäßiger Rhythmen (5/4, 7/8) etwas langweilig. Zartere Töne wie in Night Before Christmas mit Glöckchen und Tubular wären eine willkommene Abwechslung zu dem fast schon überbordenden musikalischen Spektakel gewesen.

Highlights: Arkham Origins Main Title, Killer Croc, Croc Arrest, Assassins, Weapons Deal, Winter Comes to Gotham, Copperhead, Night Patrol, Gotham City Royal Hotel, Why Would You Save Me, The Bridge, Firefly, I Have Left Enough Life In Him…, Shadow Of The Bat, Arkham Origins End Titles

Wertung: * * * *

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Batman Arkham Knight

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2015, Nick Arundel, David Buckley: auf Hochglanz poliert und trotzdem langweilig

Kurzkritik: In diesem Score scheint Nick Arundel für die temporeicheren Stücke verantwortlich gewesen zu sein, während David Buckley die Stimmungstracks übernahm. Beide verwenden symphonische Sounds, und auch Arundel’s Hauptthema aus Arkham Asylum und Arkham City ist wieder da. Arkham Knight ist moderner und verwendet Synthesizer, Drum Loops und Soundeffekte anstelle von melodischem Material, wodurch allerdings das Hypnotische des Vorgängers abhanden kommt. Auch reicht dieser Score nicht an das kraftvolle Arkham Origins von Christopher Drake heran. Insgesamt wirkt die Musik kalt und dunkel, mit sich wiederholenden Bläsercrescendi und austauschbaren Action Cues mit den obligatorischen Streicher-Ostinati. An musikalischem Drama fehlt es gewaltig – um so enttäuschender, als dies der Abschluss der Arkham-Reihe ist.

Highlights: Batman Arkham Knight Main Theme – How It happened – Nature Always Wins – Pursuit – Invasion – Scum, Criminals, and Worse – Gunrunner – Nowhere To Run – Insurgency – Fear Within – Inner Demon – Contingency – Crowd Control

Wertung: * *

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