Monat: Oktober 2017

 

Gold Diggers – The Secret of Bear Mountain

1995, Joel McNeely: hinreißende, kraftvolle Abenteuermusik mit viel Gefühl und Melodie

Da kommt Nostalgie auf! Ich habe den Film Gold Diggers, in dem zwei Mädchen (Anna Chlumsky und Christina Ricci) auf Schatzsuche gehen, zuletzt vor über 20 Jahren gesehen und erinnere mich, dass ich die Filmmusik damals bereits herausragend fand. Allerdings kreuzte das Album erst heute meinen Weg, und es ist nicht nur die rosarote Brille der Vergangenheit, die es mich über den Klee loben lässt. Joel McNeely hat hier wirklich alles reingepackt, was man als Komponist aufbieten kann: eingängige (und doch angenehm zurückhaltende) Themen, kristallklare Orchestrierung, kraftvolle ebenso wie liebliche Szenen, romantische Lagerfeuer-Atmosphäre ebenso wie reißende Flüsse und natürlich Musik zu tollen Landschaften – immer ein Katalysator für große Filmmusik. Stilistisch ist Gold Diggers ganz dem symphonisch-konservativen Bereich zuzuordnen, mit einer melodischen Prise Broughton, einem harmonischen Hauch Goldsmith und der orchestralen Gravitas eines John Williams. Nur stellenweise wird gezupft und gefiedelt, aber selbst das bereichert das ohnehin bereits äußerst abwechslungsreiche Klangbild. Für mich eine absolute Perle!

Wertung: * * * * *

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Happy Death Day

2017, Bear McCreary: einnehmende, fesselnde und bildhafte Thriller-Musik

Happy Death Day scheint sich um eine junge Frau zu drehen, die den Tag ihrer Ermordung mehrmals durchlaufen muss, bis sie ihren Killer identifizieren kann. Der überaus schillernde, stilistisch vielseitige Soundtrack von McCreary ist frisch und voller origineller Ideen. Wiederkehrende Themen und Motive bilden einen roten Faden, um den herum die Musik variiert, wie auch die Zeit, die das Opfer im Film durchlebt, zu Varianten desselben Tages wird. McCreary verbindet in diesem Score orchestrale Klangfarben und traditionelle Symphonik mit modernen Effekten (wie von ihm zu erwarten war), allerdings liegt der Fokus in diesem Album auf der synthetischen Seite. Eintönigkeit kommt dabei nicht auf, im Gegenteil: Happy Death Day ist bildhaft und abwechslungsreich, emotional ergreifend, mal leichtgängig, mal voller Suspense, und am Ende ein temporeiches Furioso, bei dem wieder einmal klar wird, dass McCreary zu den ganz großen, talentierten Komponisten Hollywoods gehört.

Wertung: * * * *

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