Suicide Squad

2016, Steven Price: kraftvoll und cool und hat überraschend viel Tiefe

Kurzkritik: Nach einigen vernichtenden Reviews war meine Erwartung an diesen Score: ein weiterer Drum & Brass-Bombast Marke Tyler oder Jablonski. Aber mitnichten! Steven Price’s Soundtrack zum etwas eigenwilligen DC-Spektakel hat Seele, ist musikalisch überaus vielseitig, farbenfroh und mit viel Liebe zum Detail instrumentiert, und vor allem – er wird niemals langweilig! Jeder Track hat Charakter, sogar die leiseren Passagen überzeugen. Weder verliert sich das Album in dumpfem Dröhnen, noch hat man das Gefühl einer Dauerschleife aus Drumcomputer und Streicher-Ostinati. Da erklingen doch tatsächlich mal ein Solo-Cello, ein Klavier, dann wieder ein ätherischer Synthesizer, und die Drums sind erfreulich „menschlich“ und Pop-artig angelegt. Dieser Score will nicht cool sein, er will auf hohem Niveau unterhalten – und ironischerweise ist er gerade deshalb super-cool. Nur das Hauptthema – wenigstens gibt es eines – fällt etwas flach aus. Andernfalls hätte der Score das Potenzial zur Perle gehabt. In jedem Fall aber für mich der Überraschungshit 2016.

Highlights: Task Force X – Arkham Asylum – I’m Going To Figure This Out – You Make My Teeth Hurt – I Want To Assemble A Task Force – That’s How I Cut And Run – We Got A Job To Do – You Die We Die – Harley and Joker – This Bird Is Baked – Are We Friends or Are We Foes? – You Know The Rules Hotness – Introducing Diablo and Croc – Can Everyone See This Trippy Stuff? – The Worst Of The Worst

Wertung: * * * *

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