Nick of Time

1995, Arthur B. Rubinstein: genialer musikalischer Thrill mit instrumentaler Präzision eines Uhrwerks

Genre: Echtzeit-Thriller

Kurzkritik: Rubinstein’s Score zu Nick of Time ist kein gewöhnlicher Thriller-Score. Der routinierte Altmeister verfährt mit dem Orchester vielmehr, als wäre es sein persönliches Instrument. Glasklar, intelligent und höchst präzise arbeitet es sich direkt in das Gehirn des Zuhörers und verursacht eine kribbelnde Ungeduld mit einer Vielzahl an orchestralen Klängen und Stimmungen, wobei Harfen, Glockenspiele aller Art und auch der eine oder andere aus heutiger Sicht etwas veraltete Synthesizer das erfreulich ausgewogene Klangbild prägen (anstatt den Zuhörer mit dumpfen Beats zu deprimieren). Der Score ist harmonisch und kompositorisch höchstkomplex, fast schon intellektuell, und er bietet ein Kaleidoskop an Instrumentierungen, obwohl die gesamte Holzbläsersektion ausgespart wurde. Thematisch ist er reduziert und funktional, basiert er doch auf wenig mehr als einer kleinen absteigenden Sekund, die sich wie ein unterdrückter Hilfeschrei durch das Album zieht. Kontrastiert wird dieses Hauptthema von kindlich-harmlosen Motiven, die man so oder ähnlich auch schon in 1980er-Scores von Jerry Goldsmith oder Richard Band hätte hören können und die einen angenehm daran erinnern, welch hohen Stellenwert das kompositorische Handwerk früher hatte. Gleichwohl ist Nick of Time ein kühler, rationaler Score, der, für sich selbst betrachtet, wenig emotionalisiert und eher auf einer analytischen Ebene begeistert. In diesem Licht ist auch die Wertung zu sehen.

Highlights: Main Title – Say It, What A Ride – Being Watched – Videoed – Spotting The Van, Ambushing the Van – Krista Killed – As Long As She’s Okay – Quick Change – Shooting The Governor – Meanwhile in The Van, Ain’t Payin‘ You Nothin‘ – Finale – End Credits

Wertung: * * * *

3-star-rating

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