Tokyo Ghoul

2017, Don Davis: stilsicher, düster, romantisch

Don Davis‘ Name ist dieser Tage nicht mehr so oft zu hören wie zu Matrix-Zeiten, aber dieser Score ist definitiv ein kräftiges Lebenszeichen. Davis wartet mit einem handwerklich perfekten, im Kern ziemlich altmodischen symphonischen Score auf, der nur punktuell und vielleicht sogar deshalb sehr effektiv von Synths und Drums ergänzt wird. Man merkt, dass hier ein Komponist am Werk ist, der weiß, welche Klänge er einem Orchester entlocken kann, und dieses Potenzial auch ausschöpft. Das von Streichern getragene Hauptthema ist düster-romantisch und erinnert sowohl in seinem Arrangement als auch in seiner Memorabilität und Vielseitigkeit an Goldsmith-Scores der 90er-Jahre, was ich als großes Plus sehe. Auch der Rest des Albums ist wohlgefällig und über Kontraste erzielt Davis kraftvolle bis wunderbare Momente. Hinwegsehen muss man lediglich über die Längen in der ersten Hälfte des Albums; mit der entsprechenden Playlist schneidet Tokyo Ghoul aber knapp überdurchschnittlich ab.

Wertung: * * * *

 

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