Schlagwort: 2008

 

Jumper

Jumper Soundtrack Cover

2008, John Powell: moderner, etwas unterkühlter Actionscore mit gefälligen Momenten

Kurzkritik: Unnötig zu erwähnen, dass sich dieser wie alle Powell-Soundtracks kontemporär anfühlt, klanglich allererste Sahne ist und eine überzeugende Symbiose aus symphonischen Instrumenten und treibenden Rhythmus-Elementen bildet. John Powell verwendet zusätzlich Gitarren, sowohl akustische und elektrische, um hier und da distinkte Impulse zu geben. Über weite Strecken dominieren allerdings Drums & Percussion, erst gegen Ende zieht Powell die symphonischen Register, und das wie immer sehr souverän und notendicht. Abgesehen von einem wiederkehrenden Hauptmotiv habe ich allerdings wenig roten Faden entdeckt, sodass mein Themen-Fetisch unbedient und der Gesamteindruck eines etwas unterkühlten und blutleeren Werkes bleibt, welches dank der herausragenden End Credits (A Jump Off) gerade noch die Kurve kratzt.

Highlights: My Day So Far – Bridges, Rules, Banking – Surf’s Up – 1000 Volts – Coliseum Tour – Coliseum Fight – Airport Departure – In Hospital – David Comes Clean – Roland At The Lair – Jumper vs. Jumper – The Sacrifice – A Jump Off

Wertung: * * *

3-star-rating

Facebooktwittergoogle_pluspinteresttumblr

Iron Man

Iron Man Soundtrack Cover

2008, Ramin Djawadi: äußerst cooles Leichtgewicht

Kurzkritik: Trotz des erhebliche Masse suggerierenden Titels habe ich auch nach mehrmaligem Hören am Ende dieses Soundtracks stets das Gefühl, nichts von Substanz gehört zu haben. Iron Man ist einer der besseren Marvel-Soundtracks, und Ramin Djawadi hat zweifellos großes Talent, aber es scheint mir fast, als wäre es die Hauptaufgabe dieser Filmmusik gewesen, ganz viel „awesome“ und noch mehr „hip“ zu sein. Unter dem symphonischen Mantel kommen massig Schlagzeug und E-Gitarren in der Bassregion zum Einsatz, außerdem laute Hörner und wenig dazwischen. Zum Glück gibt es auch die eine oder andere leise Passage, die sich positiv auf den Kontrast und den Gesamteindruck auswirkt. Das Album ist insgesamt nämlich sehr gut zu hören und macht auch Spaß, aber auch nicht wesentlich mehr als das. Gehaltvolle Themen und musikalische Tiefe sucht man hier vergebens.

Highlights: Driving With The Top Down – Iron Man (2008) – Merchant Of Death – Fireman – Vacation’s Over – Damn Kid – Mark II – Extra Dry, Extra Olives – Iron Man – Gulmira – Iron Monger – Arc Reaktor

Wertung: * * *

3-star-rating

Facebooktwittergoogle_pluspinteresttumblr

Merlin (Season One)

MerlinS01

2008, Rob Lane: ambitioniert mit wenigen Höhepunkten

Kurzkritik: Nach eher unoriginellen Anleihen bei LOTR und anderen Temp Tracks bietet Merlin recht lebendige, abenteuerliche Musik. Rob Lane scheint jedoch eher ein Meister der Suspense und des Horror zu sein, denn in diesen Szenen wird die Musik deutlich stärker und interessanter (Defeating the Afanc). Der Mix ist trocken und stellenweise etwas dünn, ebenso wie das Hauptthema keltischen Einschlags, welches irgendwie keine große Sehnsucht erweckt und auch nicht allzu oft verwendet wird. Das böse Motiv mit Chor und dies irae-Thematik ist da wesentlich kraftvoller. Das Highlight des Albums ist The Witch’s Aria, ein operaischer Höhepunkt, den man selten im TV zu hören bekommt.

Highlights: Merlin’s Arrival At Camelot – The Tournament Begins – Arthur and Knight Valiant – Merlin Lost – Breaking the Spell – Defeating the Afanc – The Call of Destiny, Titles

Wertung: * *

Facebooktwittergoogle_pluspinteresttumblr
© 2017: CREARTISTIC Soundtracks und Filmmusik | KABBO Theme by: D5 Creation | Powered by: WordPress