Schlagwort: 2013

 

Wolverine, The

Wolverine Soundtrack Cover

2013, Marco Beltrami: dramatisches Actionwerk mit japanischem Anstrich

Kurzkritik: Ich beginne gerade, Marco Beltrami als Komponisten sehr zu schätzen. Seine strukturierte, rationale Kompositionsweise und die konzise, kristallklare Instrumentation sprechen den Goldsmith-Fan in mir an, wiewohl seine Musiken, so auch The Wolverine, großteils kühl und distanziert rüberkommen und eine gewisse lyrische, romantische Komponente missen lassen. Am Ende ist es ein wohl kalkulierter Action-Score mit viel japanischer Percussivität und weniger exotischen Elementen als man vermuten würde. Das Hauptthema ist zu selten zu hören und hat sein großes Entré auch erst in der zweiten Hälfte des Albums, (überhaupt ist die erste Hälfte etwas antiklimaktisch). Dafür wird es am Ende in Where to? nochmal schön herausgearbeitet. Momente großen Dramas sind vorhanden (The Hidden Fortress), ebenfalls introspektive Passagen, beide ebenso überzeugend wie die spannungsgeladenen Crescendi und Actionfuriosi drum herum. The Wolverine macht meines Erachtens fast alles richtig, nur das gewisse Etwas geht dem Score leider ab.

Wertung: * * *

Highlights: Logan’s Run – Funeral Fight – Two Handed – Bullet Train – Abduction – Ninja Quiet – Kantana Surgery – The Wolverine – The Hidden Fortress – Silver Samurai – Sword of Vengence – Dreams – Where to?

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Batman Arkham Origins

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2013, Christopher Drake: selbstbewusst, kraftvoll und ruhelos

Kurzkritik: Mit vollen Bässen und kristallklaren Höhen inszeniert Christopher Drake den Dunklen Ritter im weihnachtlichen Gotham. Er setzt in seinem Action-Horror-Score weniger auf Melodien, sondern auf harmonische Muster und sattes Orchester, treibende Drums und Chor. In Killer Croc zeigt der Score seine Zähne: schmetternde Hörner und wilde Streicherfiguren, die Bernhard Herrmann vor Neid erblassen lassen würden. Leider hört man den Unterschied zwischen linearen und zyklischen Tracks sehr stark, und die perkussiven Elemente werden mit der Zeit trotz unregelmäßiger Rhythmen (5/4, 7/8) etwas langweilig. Zartere Töne wie in Night Before Christmas mit Glöckchen und Tubular wären eine willkommene Abwechslung zu dem fast schon überbordenden musikalischen Spektakel gewesen.

Highlights: Arkham Origins Main Title, Killer Croc, Croc Arrest, Assassins, Weapons Deal, Winter Comes to Gotham, Copperhead, Night Patrol, Gotham City Royal Hotel, Why Would You Save Me, The Bridge, Firefly, I Have Left Enough Life In Him…, Shadow Of The Bat, Arkham Origins End Titles

Wertung: * * * *

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47 Ronin

47ronin

2013, Ilan Eshkeri: elegant, dramatisch, farbenprächtig

Kurzkritik: Mit 47 Ronin orientiert sich Ilan Eshkeri an bewährten Meilensteinen wie Last Samurai oder Crouching Tiger Hidden Dragon, und das so gut, dass die Kopie fast besser als das Original ausfällt: eine elegante Mischung aus Historiendrama, Abenteuer und Liebesgeschichte voller epischer Schlachten und intimer Momente, interpretiert durch spannende Ostinati, Bläser-Attacken und lyrische Streicher. Mit seinem melodiösen Hauptthema, Liebesthema und einem Motiv für die böse Hexe ist der Score thematisch gut aufgebaut und bedient sowohl asiatische Klangschemata wie auch modernen Hollywood-Sound. Der Spannungsaufbau ist generell gut gelungen und Gänsehautmomente sind absolut garantiert.

Highlights: Oishi’s Tale, Kirin Hunt, Shogun, Tournament, Assano Seppuku, Dutch Island Fugue, Reunited Ronin, Shrine Ambush, Palace Battle, The Witch Dragon, Mika and Kai, Seppuku, 47 Ronin

Wertung: * * * * *

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