Schlagwort: Gareth Coker

 

Ark

2017, Gareth Coker: fulminante, soundtechnisch brillante Loops mit Melodik und starkem Sound

Kurzkritik: Wer Gareth Coker’s Präsentation von Ark im Annotator Podcast nicht gehört hat, sollte das schnellstens nachholen, denn es lohnt sich: Der Score ist bombastisch in Szene gesetzt und vereint perkussive und moderne Patterns mit symphonischem Rückgrat. Tatsächlich wurde ein echtes Orchester eingespielt, wenngleich beim Hören vor allem Bläser und Streicher auffallen; die Holzbläser sind – wie so oft heutzutage – etwas kurz geraten, und die Orchestration fällt im Vergleich zu richtig symphonischen Soundtracks eher simplifiziert aus. Dafür gibt es immer wieder Einsprengsel von interessanten und exotischen Sounds, allerdings nicht genug, um zu verhindern, dass einen der Bombast-Sound beim Hören zeitweise ermüdet. Langsame, introspektive, emotionale Passagen fehlen leider völlig, was dem Score einiges an Potenzial abschlägt. Sehr gefreut hat mich, dass Coker – wie bei Ori and the Blind Forest – neben Rhythmus vor allem auf starke Melodik gesetzt hat, insbesondere was das eingängige Hauptthema aus dem ersten Track betrifft, welches sich subtil durch das Album zieht. Damit baut also auch dieser Gamescore auf einem sehr starken Motiv auf und verwöhnt die Ohren mit einer soundtechnisch glasklaren und brillant gemixten Produktion, die sicherlich aus dem Durchschnitt heraussticht.

Highlights: Main Theme – The Southern Islets – The Origin Of Combat – Shores and Stars – Not So Plain and Simple – Writhing Swamps – Tree Trouble – Creation – Danger Up Top – Enter at One’s Peril – Snow Thy Enemy – The Dragon – The Overseer – Ascension – End Credits

Wertung: * * * *

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Ori And The Blind Forest

OriAndTheBlindForest

2015, Gareth Coker: ätherische Lieblichkeit mit einer Prise Drama

Kurzkritik: Ori and the Blind Forest ist nicht nur als Spiel, sondern auch musikalisch eine Überraschung. Der Videogame-Soundtrack glänzt schon in den ersten Sekunden mit einer ausgezeichneten Klangqualität und Streichern, die absolut echt klingen (oder vielleicht sogar sind). Von den Instrumenten spielen Klavier und Oboe die Hauptrolle und tragen auch das überzeugende und äußerst memorable Hauptthema. Das Klangbild ist vor allem ein Wechselspiel aus nordischer Schwermut und ätherischer Lieblichkeit, Action-Cues sind eher selten, aber ordentlich ausgeführt. Die thematische Redundanz bewirkt leider eine gewisse Monotonie beim Hören des Albums. Dramatische Momente sind rar, was man aber nicht der Musik anlasten darf, dafür wird das maximal Mögliche an Dynamik geboten und die Emotionen sind zum Greifen nah. Insgesamt hat Gareth Coker ein hervorragendes Klangbild geschaffen, an das er sich auch konsequent hält und das diesen Score zweifellos über den Durchschnitt hebt.

Highlights: Ori, Lost in the Storm – Naru, Embracing the Light – The Blinded Forest – First Steps into Sunken Glades – Finding Sein – Up the Spirit Caverns Walls – The Spirit Tree – Gumo’s Hideout – Breaking Through the Trap – Restoring the Light, Facing the Dark – Home of the Gumon – Escaping the Ruins – The Crumbling Path – Racing the Lava – Fleeing Kuro – The Sacrifice – Light of Nibel

Wertung: * * * *

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