Schlagwort: Jerry Goldsmith

 

Ghost and the Darkness, The

Ghost and the Darkness Soundtrack Album Cover

1996, Jerry Goldsmith: großartiges, exotisches Afrika-Abenteuer mit effektiven Spannungselementen

Kurzkritik: Für die Löwenjagd auf Ghost and The Darkness hat Goldsmith einen seiner besten Abenteuerscores abgeliefert. Die Musik ist – passend zu den grandiosen Kulissen des Films – von symphonischer Breite, exzessiv mit afrikanischen Trommeln und Percussion-Elementen bestückt, wird von Stammes-Gesängen ergänzt und verlässt sich dort, wo die Löwenjagd gefährlich wird, auf traditionelle Spannungselemente. Wie immer gibt es einen thematischen Kern der Form A-B-A, um den herum Goldsmith die Musik gebaut hat, der alleine schon tragfähig genug wäre, aber sogar noch von mindestens 3 weiteren Themen und großartigen rhythmusbetonten Actionsequenzen ergänzt wird. Herausragend auch die kraftvolle Instrumentierung: Die männlichen afrikanischen Stimmen fungieren nicht nur als zusätzlicher Layer, sondern agieren wie Instrumente in einem symphonischen Orchester, das von einer bemerkenswerten Trommel-Sektion ergänzt wird. Für mich definitiv eines der schönsten und distinktesten Werke von Goldsmith.

Highlights: Train to Catch – First Time – Over There – The Claws (Revised, Alternate) – Mahina’s Death (alternate) – The Lion’s Reign – Prepare For Battle – Lions Attack – John’s Nightmare – Final Attack (revised) – Welcome To Tsavo (original) – Theme from The Ghost and The Darkness

Wertung: * * * * *

rating05

Facebooktwittergoogle_pluspinteresttumblr

Alien Covenant

Alien Covenant Soundtrack Album Cover

2017, Jed Kurzel: düster-atmosphärischer Versuch, an das Original anzuknüpfen

Kurzkritik: Düstere Klangtapeten mit Soundeffekten interessieren mich für gewöhnlich nicht. Dass ich mich trotzdem durch Alien Covenant gequält habe, liegt daran, dass der Soundtrack – vor allem im ersten Drittel – großzügig aus Jerry Goldsmith’s Originalmusik für Alien zitiert. Der Rest ist mehr oder minder das, was ich befürchtet hatte: düstere, synthetische Soundeffekte ohne Wiedererkennungswert, ohne Bildhaftigkeit und ohne Struktur. Besonders deutlich sieht man die Defizite dieses Scores am Vergleich der Tracks Face Hugger auf diesem Album und auf Goldsmith’s Original. Was dort Gänsehaut verursacht und musikalisch alle Grenzen gesprengt hat, ist hier nur eine Kakophonie schrillender Frequenzen. Schade eigentlich. Die Wertung versteht sich übrigens inklusive Jerrys Beiträge, die das Hörerlebnis im ersten Drittel doch deutlich aufwerten.

Highlights: The Covenant – Neutrino Burst – Sails – Planet 4/Main Theme – Command Override – Terraforming Bay – Alien Covenant Theme

Wertung: * *

2-star-rating

 

Facebooktwittergoogle_pluspinteresttumblr

Shadow, The

The Shadow Soundtrack Album Cover

1994, Jerry Goldsmith: mystisch, kraftvoll und elegant

Kurzkritik: Das ursprüngliche Varese-Album fiel ja etwas kurz aus, die Intrada-Special Edition bietet da schon deutlich mehr zu hören und zu analysieren. The Shadow strotzt nur so vor mystisch-ominösen Klangkulissen, aggressiven Figuren und bombastischen Motiven. Allen voran ist es das Hauptthema (The Poppy Fields), welches den Score erfolgreich durch leise und laute Passagen trägt und Zeugnis von Goldsmiths schier unglaublicher melodischer Kreativität ablegt. Es ist kraftvoll, mysteriös und atmet mit jeder Note den Geist des Comic-Genres, dem The Shadow angehört. Goldsmith variiert das Thema in Länge, Tempo und Instrumentation und stellt ihm ein B-Motiv zur Seite, das sich in dieser Special Edition auch noch zu einem dedizierten Love Theme ausgebaut findet (in der Varese-Fassung lediglich in der letzten Minute zu hören). Thematisch ist somit einiges los, die Instrumentation ist spannend (das symphonische Orchester wird durch stimmungsvolle Synthesizer und exotische Trommeln ergänzt), und insbesondere am Ende lohnt sich die Special Edition, wenn Goldsmith zum Finale hin ordentlich an Tempo und Notendichte zulegt. Kritische Geister mögen vielleicht der Ansicht sein, The Shadow verlasse sich etwas zu sehr auf das Hauptthema; ich hingegen meine, nur wenige Themen sind so gut, dass sie einen ganzen Score tragen. The Shadow gehört nicht nur dazu, sondern ist auch einer der besten!

Highlights: The Poppy Fields – I’ll Be There – Secrets – Do You Believe? – The Sanctum – Who Are You? – Chest Pains – The Knife – What I Know – The Tank – Get Dr. Lane – The Hotel – The Mirrors – Frontal Lobotomy

Wertung: * * * * *

rating05

Facebooktwittergoogle_pluspinteresttumblr
© 2017: CREARTISTIC Soundtracks und Filmmusik | KABBO Theme by: D5 Creation | Powered by: WordPress